Die Flöhe sind los

DSCN2247Im Herbst startet endlich wieder die Flohmarktsaison. Wobei man schon zugeben muss, dass diese Märkte wenig mit dem Getier zu tun haben.
Gebrauchtes, Altes, manch Neues, die ein oder andere Perle des guten oder schlechten Geschmacks – in jedem Fall gibt es vieleDSCN2239s zu sehen und zu entdecken.

 

Und daran liegt die Anziehungskraft des Flohmarkts: die Hoffnung auf ein gutes Stück. Auf etwas, von dem man nicht gewusst hat, dass es existiert und dass man es braucht. Und vielleicht ist dann noch etwas dabei, was man sich immer schon gewünscht hat. Allen, die bewusst nach retro suchen oder dem wilden Trend nach Upcycling verfallen sind, wird jeder Flohmarkt ein Fest sein.

Nie sollte man an der Kaffeestube eines Flohmarktes vorbei gehen. Dort kann man sich vom Stöbern und Schauen bei selbstgemachter Mehlspeise und Kaffee erholen und einzelne Erungenschaften bewundern.
Die Chance auf Flohmarktflair hat man demnächst in unserer Region:

6. / 7. September 2014DSCN2243
– beim Pfarrflohmarkt in der Stockhalle Großraming (Sa 9-16 Uhr, So 9-13 Uhr)

– beim Pfarrflohmart in der Pfarre Tabor in Steyr (Sa 7- 6 Uhr, So 7-12 Uhr)

13. / 14. September 2014
– beim Pfarrflohmart in Sierning, Tennishalle Forsthof (Sa 8-17 Uhr, So 8-16 Uhr)

Und noch ein Tipp: Genügend Sackerl und eventuell ein Anhänger können nie schaden, wenn man sich auf Flohmärkten herumtreibt.

1914-1934: Regionale Geschichte nachspüren

2014-05-03 10.27.00Die Ausstellung vom „Boom zum Bürgerkrieg 1914-1934“ im Museum Arbeitswelt in Steyr betritt man quasi durchs Wirtshaus. Leises Stimmengewirr, Geräusche von klappernden Tellern und aneinander stoßenden Gläsern. Schließlich durchdringt Arbeiter/innengesang den menschenleeren, detailverliebt nachgebauten Raum: ein abgetretener Bretterboden, zerschlissene Vorhänge, Portraitfotografien von Steyrer/innen und Ansichtskarten mit Gebirgsmotiven an den Wänden, … Eine historische Atmosphäre wird nachfühlbar. Draußen an der Litfaßsäule kann man Kundmachungen, die sich an Steyrer Bevölkerung sowie die Arbeiter/innenschaft richteten, nachlesen. Unweit davon geht der/die Besucher/in durch eine Barackenwohnung. Auch hier: aufgehängte Wäsche, ein kleiner Ofen, Holzscheite, eine Pfanne, zwei Betten, …

Texttafeln liefern Informationen zur lebendig gestalteten Ausstellung. Es gibt vieles zum Lesen, aber nie eine Auflistung von Zahlen und Fakten. Erzählt wird vom Ersten Weltkrieg, der Industriegeschichte dieser Jahre und vom Leben der Menschen in Steyr. Gleichzeitig gibt die Ausstellung Raum zum Erforschen: zum Beispiel einen Nachbau von hölzernen Barikkaden, Wahlplakate, ein Tagebuch, Kriegsobjekte … Durch Bilder und filmisches Material, das zum Teil sehr drastisch ausfällt, können die Besucher/innen noch weiter in die Geschichte eintauchen.

Für diese Ausstellung sollte man sich ca. zwei Stunden Zeit nehmen. Es lohnt sich, auch andere Schauen zu besichtigen bzw. zumindest zu streifen. Aktuell zu sehen: Working_World.net Arbeiten und Leben in der globalisierten Welt sowie die Rauminstallation: Steyr, goldende Stadt?!

Museum Arbeitswelt S2014-05-03 10.28.31teyr
Wehrgraben 7
4400 Steyr

Alle Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen finden sich unter: http://www.museum-steyr.at/

Tipp: Der Eintritt ist mit der AK-Leistungskarte ermäßigt.

Eine Stadt aus einer neuen Perspektive sehen

DSCN1309Oft läuft man durch die Gassen oder über den Stadtplatz von Steyr mit den Gedanken daran, was noch alles zu erledigen ist, wohin der nächste Weg führt und wann die Parkuhr abläuft. Dabei nimmt man die Kulisse, durch die man sich bewegt, nicht bewusst wahr.

Ein Stadtrundgang mit einem/einer Nachtwächter/in ist deshalb nicht nur ein Angebot für weitgereiste Tourist/innen. Obwohl man meinen könnte, nachts weniger zu erkennen, lenkt ein/e Nachtwächter/in die Aufmerksamkeit auf Details: Die asymetrische Anordnung der Fenster, verspielte Fassaden oder die Hochwassermarken beim Zusammenfluss von Enns und Steyr. Er oder sie erzählt Episoden aus der Eisenstadt und macht Geschichte DSCN1298lebendig. Der Weg führt vom Rathaus zum Bummerlhaus, über die Zwischenbrücke zum Schloss bis hinauf zum Turm der Stadtpfarrkirche. Steigt man die mehr als 200 Stufen hinauf, wird man mit einem traumhaften Rundumblick belohnt. Das Besondere ist sicherlich: jede/r Nachwächter/in gestaltet ihre Stadtführung individuell. Ein Stadtrundgang dauert ca. zwei Stunden und kostet 9 € pro Person.

Nähere Informationen:
http://www.steyr.info/kultur/nachtwaechter.html
Tourismusverband Steyr am Nationalpark
Stadtplatz 27, 4402 Steyr
Tel: +43 (0)7252/53229-0
Fax: +43 (0)7252/53229-15
info@steyr.info

Biologischer Mittagstisch mit sozialem Mehrwert

2013-11-12 11.37.40Im atrium, dem ersten bio-zertifizierten Restaurant in Oberösterreich, wird von Montag bis Donnerstag frisch gekocht. Am Freitag gibt’s zu einem günstigen Preis Best-of-the-Week-Menüs. Der Speiseplan ist abwechslungsreich und praktisch im Netz abrufbar. Ein Tag pro Woche ist fleischfrei. Sehr entgegenkommend ist die Möglichkeit, kleine Portionen zu bestellen. Ein Menü kostet 7,50 Euro (mit Zehnerblock 7 Euro), eine kleine Portion 7 Euro.

Das Bio-Café-Restaurant atrium ist einer von fünf Bereichen der Tagesstruktur Steyr, einer Einrichtung von pro mente OÖ. Hier können Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ihren Alltag sinnstiftend durch Beschäftigung strukturieren.

Als Gast in diesem Lokal gönnt man sich also nicht nur gutes Essen, sondern bestätigt die Menschen in ihrer erbrachten Leistung.

Öffnungszeiten:
Mo. – Do. von 9 – 15 Uhr, Freitag von 9 – 13 Uhr

Mittagstisch:
Mo. bis Do. in der Zeit von 11:30 bis 14:00 Uhr

Nähere Informationen, der Speiseplan sowie Rezepte auf shop.promenteooe.at
Tagesstruktur Steyr
Bio-Café-Restaurant atrium
pro mente Oberösterreich
Gleinker Gasse 21
4400 Steyr
07252/71110
cr.atrium@promenteooe.at

Offenes Bücherregal

DSCN1059Im Eingangsbereich des City Kinos Steyr wohnt ein offenes Bücherregal. Die Idee, gelesene und ungelesene, neue und gebrauchte Bücher ins offene Bücherregal zu stellen bzw. sich daran zu bedienen, ist nicht nur nachhaltig, sondern macht auch Spaß. So wird man einerseits Bücher los, die zu Hause verstauben, und andererseits kommt man kostenlos zu neuem Lesestoff. Quasi anonymer Tauschhandel. Zwischen Konsalik, erotischer Literatur, christlichen Erbauungsschriften und alten Burda-Zeitschriften, findet sich bei genauerer Durchforstung so manch gutes Stück.

Und es ist ja nicht nur lesen, was man mit Büchern machen kann.

DSCN1070 (640x480)

 

City Kino Steyr
Stelzhammerstraße 2B
4400 Steyr
www.citykino-steyr.at